Ausgabe 2/02, 23. Februar
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Georgische Armee leidet unter Finanzkrise

Die georgischen Militärs sind wirklich nicht zu beneiden. Auf der einen Seite sollen sie möglichst schnell NATO-Standards erreichen, auf der anderen Seite fehlt es hinten und vorne am nötigen Kleingeld. "Jedermann unterstreicht die Forderung, dass die Verteidigung oberste Priorität hat", erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister Gela Bezhuaschwili auf einer Pressekonferenz. Aber bis heute mangele es an einer vernünftigen Unterstützung für die Armee durch Politik und Gesellschaft. Deshalb könne die Armee die notwendigen Strukturreformen nicht umsetzen.

Betrachtet man den Etat des georgischen Verteidigungministeriums, kann man diese Einschätzung nachvollziehen. 71 Millionen GEL wären notwendig, um eine minimale Gefechtsbereitschaft herzustellen. Für das Jahr 2002 sind gerade einmal 38,5 Millionen GEL im Haushalt eingestellt, die vermutlich nicht einmal voll ausbezahlt werden. Für das Jahr 2001 betragen die Soldrückstände ganze 20 Millionen GEL. Zum Vergleich zieht das Verteidigungsministerium die Zahlen der beiden Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan heran. Dort erhalten die Armeen 132 Millionen $ (Aserbaidschan) und 72 Millionen $ (Armenien). So ist der Verteidigungsminister hauptsächlich auf direkte Zuschüsse vor allem der USA und der Türkei angewiesen.

(Auszüge aus einem Artikel von www.civil.ge)

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