Eröffungsangebote: ab 299 US-Dollar nach Deutschland - ab 508 Euro nach Georgien

Petrus hatte alle Schleusen geöffnet, als die erste Lufthansa-Maschine in der Nacht vom 5. zum 6. Juni in Tiflis aufsetzte. Pünktlich um 2.55 Uhr landete im strömenden Regen der blitzblanke A319-100 „Tegernsee“ aus München und nahm auf Parkposition 1 seinen Platz ein. Der deutsche Botschafter Uwe Schramm und der ständige Vertreter des Botschafter Mirko Schillbach sowie zahlreiche Medienvertreter hatten es sich nicht nehmen lassen, trotz der recht frühen Stunde diesem Moment beizuwohnen: Die Aufnahme der ersten regulären Lufthansa-Linien-Flugverbindung von Deutschland nach Georgien. Der in Luftfahrt-Geschichte äußerst bewanderte Regional-Direktor für Russland und GUS, Günther Ott: „Bis auf einzelne Flüge zum Beispiel für die deutsche Fußball-Nationalmannschat gab es noch nie eine Lufthansa-Verbindung nach Georgien.“

Die verständlicherweise recht müde wirkenden Fluggäste dieses Jungfernfluges staunten nicht schlecht, als sie mit Blitzlicht-Gewitter und von Kamerateams an der Gangway empfangen wurden. Feierlich wurden sie von in Nationaltracht gekleideten Mitgliedern des Rustavi-National-Ensembles begrüßt. Jede Frau erhielt einen Blumenstrauß, die Männer eine Flasche Champagner.

Kurz zuvor hatte noch ein heftiges Gewitter über Tiflis getobt, so dass ein Medienvertreter munkelte, die Maschine werde nach Eriwan umgeleitet. „Für moderne Maschinen ist das überhaupt kein Problem“, beruhigte Stefan Schwarz, der neue Lufthansa Regional-Manager Georgien, die Zweifelnden und hatte gleich ein passendes Beispiel parat: „Eine Lufthansa-Maschine hatte vor einiger Zeit laut Bordcomputer 21(!) Blitzeinschläge und die Passagiere haben davon nichts gemerkt. Die Elektronik der Maschine wurde daraufhin kontrolliert und kein Fehler festgestellt.“

Künftig wird Lufthansa ab München jeweils dienstags, donnerstags und sonntags um 21.10 Uhr nach Tiflis fliegen. Zurück geht es am Montag, Mittwoch und Freitag um 3.55 Uhr.

Für die Kunden bedeutet die Lufthansa-Verbindung zusätzliche Flexibilität und natürlich auch günstigere Preise. Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der attraktiven Lufthansa-Eröffnungs-Angebote ab 299 USD von Tiflis via München zu zahlreichen deutschen Städten für den Hin- und Rückflug, konterte Konkurrent KLM mit ähnlichen Preisen via Amsterdam zu zehn deutschen Städten. Auch Georgian Airways bietet ihre Frankfurt-Flüge derzeit für 299 USD an, wobei es sich empfiehlt jeweils auch die Steuern und Gebühren zu vergleichen.

Auch von Deutschland aus bietet die Lufthansa Einführungstarife an: Den Flug von München nach Tiflis gibt es für 508 Euro. Für diesen Sondertarif muss der Hinflug bis spätestens zum 16. beziehungsweise 17. Juli angetreten werden. Der Rückflug muss bis zum 23. Juli erfolgen. Die Preise gelten für den Hin- und Rückflug in der Economy Class inklusive Steuern und Gebühren bei Buchung eines elektronischen Tickets über www.lufthansa.com. Hinzu kommt jeweils die Lufthansa Ticket-Service-Charge von zehn Euro. Ein weiterer Bonbon für Teilnehmer am Miles & More-Vielfliegerprogramm: eine doppelte Meilen-Gutschrift bis zum 31. August (Registrierung unter www.miles-and-more.com/new-2005).

Neben Tiflis hat Lufthansa ihr Streckennetz noch um zwei weitere Ziele in Osteuropa erweitert. Auch die Armenische Hauptstadt Eriwan sowie Timisoara im rumänischen Siebenbürgen finden sich jetzt neu im Lufthansa Flugplan. Auch diese Ziele werden von München aus angeflogen. Mit der Aufnahme der neuen Verbindungen möchte die Lufthansa dem überproportionalen Marktwachstum in Osteuropa und dem entsprechenden Potential in diesen Märkten Rechnung tragen. Eriwan wird seit dem 2. Juni montags, donnerstags und sonntags mit einem Airbus A319 oder A320 bedient. Abflug in München ist um 21.10 Uhr. Der Rückflug startet in Eriwan am Montag, Dienstag und Freitag um 4.50 Uhr.

In Georgien ist Lufthansa jetzt mit zwei Büros präsent: Neben einem im Flughafen wurde auch eine Lufthansa-Vertretung im Sheraton Metechi Palace Hotel (Telavi Str. 20) eröffnet.
Götz-Martin Rosin


 
 2002-2004 ©ERKA-Verlag